OpenAI stellt Codex weiter aus: KI-Assistent wird zum Allzweck-Entwicklerpartner

OpenAI hat ein großes Update für Codex veröffentlicht, das die KI als noch mächtigeren Begleiter für die über 3 Millionen Entwickler positioniert, die wöchentlich damit arbeiten. Die neue Version kann nun nicht nur Code schreiben, sondern auch den eigenen Computer steuern, Bilder generieren und aus früheren Erfahrungen lernen.

Computersteuerung für macOS

Mit der neuen Hintergrund-Computersteuerung kann Codex alle Apps auf deinem Mac bedienen – es sieht, klickt und tippt mit einem eigenen Cursor. Mehrere Agenten können parallel auf dem Mac arbeiten, ohne die eigenen Aktivitäten in anderen Apps zu stören. Das ist besonders hilfreich beim Iterieren von Frontend-Änderungen, beim Testen von Apps oder beim Arbeiten in Anwendungen, die keine API bereitstellen.

Die Computer-Use-Funktion ist zunächst für macOS verfügbar und soll bald auch Nutzer in der EU und Großbritannien erreichen.

In-App-Browser und native Web-Unterstützung

Codex arbeitet nun auch nativ mit dem Web zusammen. Die App enthält einen integrierten Browser, in dem Entwickler direkt auf Webseiten kommentieren und präzise Anweisungen an den Agenten geben können. Diese Funktion ist heute bereits für die Frontend- und Spieleentwicklung nutzbar und wird in Zukunft erweitert, damit Codex den Browser auch über lokale Anwendungen hinaus vollständig steuern kann.

Bildgenerierung mit gpt-image-1.5

Ein weiteres Highlight: Codex nutzt nun gpt-image-1.5, um Bilder zu generieren und zu bearbeiten. In Kombination mit Screenshots und Code eignet sich die Funktion ideal für die Erstellung von Visualisierungen für Produktkonzepte, Frontend-Designs, Mockups und Spiele – alles innerhalb desselben Arbeitsablaufs.

Über 90 neue Plugins und Integrationen

OpenAI veröffentlicht über 90 zusätzliche Plugins, die Fähigkeiten, App-Integrationen und MCP-Server kombinieren. Zu den für Entwickler interessantesten neuen Plugins gehören Atlassian Rovo für JIRA, CircleCI, CodeRabbit, GitLab Issues, die Microsoft Suite, Neon by Databricks, Remotion, Render und Superpowers.

Automatisierungen und Gedächtnis

Die Automatisierungsfunktionen wurden erweitert: Bestehende Konversationsverläufe können wiederverwendet und der bisher aufgebaute Kontext beibehalten werden. Codex kann zukünftige Arbeiten für sich selbst planen und automatisch aufwachen, um langfristige Aufgaben fortzusetzen – möglicherweise über Tage oder Wochen.

Zudem wird eine Vorschau der Memory-Funktion freigegeben, die Codex nützlichen Kontext aus früheren Erfahrungen merken lässt – darunter persönliche Präferenzen, Korrekturen und Informationen, die zuvor viel Zeit erfordert haben. Das beschleunigt künftige Aufgaben und ermöglicht eine Qualität, die bisher nur durch extensive Custom Instructions möglich war.

Codex schlägt nun auch proaktiv nützliche Arbeiten vor, um dort anzuknüpfen, wo man aufgehört hat. Basierend auf Projektkontext, verbundenen Plugins und dem Gedächtnis kann die KI eine priorisierte Liste von Aktionen bereitstellen – etwa offene Kommentare in Google Docs, relevante Kontextinformationen aus Slack und Notion sowie den aktuellen Code-Stand.

Verfügbarkeit

Die Updates sind ab sofort für Codex-Desktop-Nutzer verfügbar, die mit einem ChatGPT-Account angemeldet sind. Personalisierungsfeatures wie kontextbezogene Vorschläge und Memory sollen bald auch für Enterprise-, Edu- und EU-/UK-Nutzer freigegeben werden.

Becker Julian

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