Die Art und Weise, wie Teams in Unternehmen zusammenarbeiten, verändert sich grundlegend. Perplexity hat seinen KI-Agenten „Computer“ nun direkt in Microsoft Teams integriert. Diese neue Funktion zielt darauf ab, komplexe Aufgaben zu automatisieren und den Arbeitsfluss zu beschleunigen. Perplexity Computer in Microsoft Teams verbindet die KI-Fähigkeiten nun mit der Plattform, auf der weltweit Millionen von Menschen ihre täglichen Aufgaben erledigen.
Tiefere Integration in das Microsoft-Ökosystem
Die Einführung markiert einen wichtigen Schritt bei der Verknüpfung von KI-Agenten mit bestehenden Unternehmenswerkzeugen. Computer greift nahtlos auf verschiedene Microsoft-Produkte zu, darunter Outlook, OneDrive, SharePoint, Excel und Azure DevOps. Diese Verbindungen ermöglichen es Teams, den notwendigen Kontext direkt in die Aufgaben zu integrieren, die sie an den Agenten delegieren.
Aktuell befindet sich die Funktion zudem als native Seitenleiste in Excel im Beta-Status. Dies erlaubt Analysten, ihre Arbeit im Modell fortzusetzen und gleichzeitig Echtzeit-Hilfe von Computer zu erhalten, ohne den Kontext zu wechseln.
Neue Möglichkeiten für die Team-Kollaboration
Ein zentrales Ziel der Integration ist die Vereinfachung der Zusammenarbeit. Anfragen, Kontexte und Ergebnisse bleiben nun an einem zentralen Ort gebündelt. Studien zeigen, dass die Akzeptanz von KI-Tools steigt, wenn diese direkt dort verfügbar sind, wo die eigentliche Arbeit stattfindet.
Für individuelle Aufgaben können Mitarbeiter Computer direkt nachrichten, um Dokumente zu entwerfen, Themen zu recherchieren oder Prototypen zu erstellen. Für die Teamarbeit lässt sich der Agent in geteilten Kanälen via @Computer-Tag einbinden. So können Anfragen gemeinsam verfeinert und die Ergebnisse im selben Thread überprüft werden.
Automatisierung komplexer Aufgaben
Innerhalb von Teams ist Computer in der Lage, das Web zu durchsuchen, über verbundene Tools hinweg zu arbeiten und Inhalte zu generieren. Die KI kann Geschäftsdaten analysieren, Berichte erstellen und sogar Apps oder Websites bauen. Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit, längere Workflows im Hintergrund auszuführen.
Typische Anwendungsfälle, die Nutzer an Computer stellen können, sind:
- Der Abruf aktueller Budgettabellen aus Excel, der Vergleich mit Rechnungen in SharePoint und das Posten einer Zusammenfassung in Teams.
- Die Überprüfung von Kundendaten in Dynamics 365 und Outlook, um Notizen für Enterprise-Calls zu erstellen.
- Die Analyse von Fehlerbacklogs in Azure DevOps und die Erstellung eines priorisierten Planes.
- Die Umwandlung von Produktinformationen aus SharePoint in Ankündigungsbeiträge und E-Mail-Entwürfe.
- Der Vergleich von Lieferantenverträgen in Word mit Standardbedingungen und das Markieren riskanter Klauseln.
Datenzugang für Führungskräfte
Die Nutzung von Computer ist besonders unter Führungskräften stark verbreitet. Interne Daten von Perplexity zeigen, dass etwa 92 % der C-Level-Manager den Agenten wöchentlich nutzen. Dies liegt daran, dass Entscheidungsträger oft Antworten benötigen, die über verschiedene Teams und Datenquellen hinweg reichen.
Durch neu eingeführte Data App Connectors kann Computer eine Datenkarte erstellen, die autorisierten Nutzern ermöglicht, Datenquellen wie Snowflake oder Databricks in natürlicher Sprache abzufragen. Dies macht komplexe SQL-Abfragen für das Daten-Team überflüssig.
Verfügbarkeit und Einstieg
Die Zusammenarbeit mit Computer in Teams funktioniert durch das einfache Taggen des Agenten in einem Kanal oder durch direkte Nachrichten. Die Anfragen erscheinen zudem in der Perplexity-App, was einen nahtlosen Übergang zwischen den Plattformen ermöglicht. Computer hat Zugriff auf das Arbeitswissens, liest Threads und nutzt den geschäftlichen Kontext, der bereits in Teams gespeichert ist.
Die Integration ist ab sofort als App für Teams verfügbar und kann direkt über den Microsoft Marketplace installiert werden.
Quelle: https://www.perplexity.ai/hub/blog/computer-in-teams-is-here