NVIDIA-CEO Jensen Huang: „Eure Karriere beginnt mit der KI-Revolution“

Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA, hat den Absolventen der Carnegie Mellon University eine mitreißende Vision mit auf den Weg gegeben. Die KI-Revolution markiere nicht nur den Beginn einer neuen Industrie, sondern einer völlig neuen Epoche der Wissenschaft und Entdeckung. Wer heute ins Berufsleben starte, stehe vor beispiellosen Möglichkeiten. In seiner Rede skizzierte Huang nicht nur Chancen, sondern auch die große Verantwortung der kommenden Generation.

Ein historischer Moment am Start

„Ihr betretet die Welt in einem außergewöhnlichen Moment“, eröffnete Huang seine Rede im Gesling Stadium in Pittsburgh. Er zog einen direkten Vergleich zwischen dem Beginn seiner eigenen Karriere in der PC-Revolution und dem jetzigen Einstieg der Absolventen in die KI-Revolution. Jede große Computing-Plattform habe zu diesem Moment geführt. Doch was nun folge, sei größer als alles Dagewesene, weil Intelligenz die Grundlage jeder Branche bilde.

Die KI-Revolution: Größte industrielle Transformation der Geschichte

Huang beschrieb künstliche Intelligenz als Treiber des größten Technologie-Infrastrukturaufbaus in der Menschheitsgeschichte. Die KI-Revolution biete eine einmalige Chance zur Reindustrialisierung und zur Wiederherstellung industrieller Kapazitäten. Dabei gehe es nicht nur um Softwareentwickler, sondern auch um Handwerker wie Elektriker, Klempner, Eisenarbeiter und Techniker.

„Zum ersten Mal können die Macht des Computings und der Intelligenz wirklich jeden erreichen und die Technologiekluft schließen“, betonte der NVIDIA-CEO. Damit werde der Traum von Chancengleichheit und Erneuerung gestärkt.

Angst und Chancen gehören zusammen

Huang räumte ein, dass massive technologische Umbrüche stets Unsicherheit und Furcht mit sich brächten. Die Aufgabe der Gesellschaft sei es jedoch, Technologie offen, verantwortungsvoll und optimistisch zu nutzen. KI automatisiere einzelne Aufgaben, aber sie erhebe den menschlichen Arbeitnehmer. Radiologen beispielsweise würden nicht durch Scan-Lesen definiert, sondern durch die Patientenversorgung. Genau diese höhere Aufgabe bleibe erhalten.

Verantwortung bei Wissenschaftlern und Entscheidern

Die Realisierung des großen Versprechens der KI erfordere einen klaren Blick für Chancen und Risiken. Huang forderte Wissenschaftler und Ingenieure auf, KI-Fähigkeiten und KI-Sicherheit gleichermaßen voranzutreiben. Auch Politiker trügen die Verantwortung, durchdachte Leitplanken zu schaffen, die Gesellschaft schützten und gleichzeitig Innovation ermöglichten.

Der CEO nannte vier Handlungsfelder für die Zukunft: sicher voranschreiten, durchdachte Politik gestalten, KI breit zugänglich machen und alle Menschen zur Teilhabe ermutigen. Gesellschaften, die sich vor Technologie verschließen, stoppten nicht den Fortschritt, sondern gäben nur die Chance auf, ihn mitzugestalten.

Carnegie Mellon: Wiege der künstlichen Intelligenz

Huang betonte die historische Bedeutung der Carnegie Mellon University, die als eine der wahren Geburtsstätten der künstlichen Intelligenz und Robotik gelte. Er verwies auf den Logic Theorist aus den 1950ern, das erste KI-Computerprogramm, sowie auf das 1979 gegründete Robotics Institute. Die Universität verlieh Huang zudem die Ehrendoktorwürde.

Als Einwanderer erster Generation sprach Huang emotional über das Land der Möglichkeiten. Er schloss mit dem Motto der Universität: „My heart is in the work“. Die Absolventen sollten etwas Bauen, das ihrer Ausbildung, ihrem Potenzial und den Menschen gerecht werde, die von Anfang an an sie geglaubt hätten.

Quelle: NVIDIA Blog

Becker Julian